Hundeschule Dorlit Strohbach


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Hundeschule Dorlit Strohbach - Mein "Hundeleben"

Über Mich


Seit ich „Wauwau“ sagen konnte, wollte ich unbedingt einen Hund. Mein erster vierbeinigen Kamerad war ein kleiner gelber Plastik-Pudel. Das „Rudel“ wurde später durch verschiedene Plüschhunde und andere Tiere vergrößert. Der Kontakt zu „echten“ Hunden blieb mir jedoch weitestgehend versagt.
Ich wuchs in einem Dorf auf. Die Hunde wurden zu der Zeit meist als Hofhund an der Kette oder im Zwinger gehalten. Meine wenigen Hundeerlebnisse beschränkten sich dadurch auf einen Pudel Namens „Assi“, welcher dem Dachdecker gehörte und mit dem ich spielen durfte, wenn Schäden am Hausdach zu reparieren waren. „Leider“ war das nur selten der Fall. Dann gab es noch ein tief greifendes Ereignis. Zum Pioniernachmittag besuchte uns der Grenzpolizist mit seinem Diensthund. „Apollo“ war ein mächtiger schwarzer Altdeutscher Schäferhundrüde. Begeistert sahen wir zu, wie er aufs Wort "Sitz" und "Platz" ausführte. Von dem Tag an war Apollo mein „Traumhund“.
Ich sehnte mich so sehr nach einem vierbeinigen Kameraden, mit dem ich die Wiesen und Wälder durchstreifen, mit dem ich spielen und kuscheln könnte. Doch meine Eltern blieben hart. Sie hielten meinen Wunsch für eine vorübergehende Erscheinung – so wie das wohl bei den meisten Kindern der Fall ist.
Dann überfiel mich der nächste „Wahn“. Wie viele Mädchen im Alter von etwa zehn Jahren wollte ich nun unbedingt ein Pferd. Schuld daran war vor allem mein Onkel, der mich bei einem Besuch auf „Susanne“ setzte. Von da an fuhr ich alle großen Ferien dort hin. Neben den vielen Pferden durfte ich nun auch verschiedene Hunde näher kennen lernen: einen Shelti, einen Barsoi, einen Afghanen und verschiedene Mischlingshunde. Ich konnte mit ihnen spielen und wunderschöne Spaziergänge unternehmen. Onkel und Tante waren übrigens Tierärzte, wodurch mein Berufswunsch auch gleich feststand.
Zu Hause musste ich mich mit verschiedenen Kleintieren zufrieden geben: Mäuse, Vögel, Meerschweinchen, Schlangen, Blindschleichen, Igel, Frösche, Raupen,… Jedoch entstand damals auch noch eine wunderbare Freundschaft zu dem Shetlandpony eines benachbarten Bauern. Das Pferdchen war zum Reiten für mich bereits zu klein, aber wir machten täglich bezaubernde Spaziergänge. Besonders im Winter, wenn er kein Gras fand, konnte ich „Felix“ auch „ohne Leine“ laufen lassen. Ich versteckte mich dann hinter einem Baum und rief ihn. Wie ein Hund kam er angesaust und holte sich ein Stückchen Möhre ab.
Tierarzt bin ich leider nicht geworden – zu viele Hürden standen diesem Traumberuf im Wege. Aber der Wunsch, mit Tieren zu arbeiten hat mich nie wieder losgelassen. Durch meine eigenen Hunde habe ich erfahren, wie großartig das Zusammenleben mit einem vierbeinigen Kameraden ist und wie viel Freude es bereitet, gemeinsam zu trainieren. Mein Wissen und meine Erfahrungen möchte ich gern an Sie weitergeben, denn für ein harmonisches Miteinander von Hund und Mensch sind ein verständnisvoller Zweibeiner und ein gehorsamer, beschäftigter Hund Voraussetzung.

Domina (1986 - 1996)

Mit 19 Jahren, im Besitz einer eigenen Wohnung, erfüllte ich mir endlich meinen größten Wunsch: einen Hund.
Damals war es nicht üblich, dass große Hunde im Wohnzimmer lebten. Es bestand noch immer die Ansicht, dass ein „richtiger Hund“ in den Zwinger gehört. Deshalb entschied ich mich für einen Shelti (Zwergcollie).

Die kleine Hündin, laut Papieren mit dem unglücklichen Namen „Domina“ versehen, glich von ihrem Wesen weder einer Klostervorsteherin, noch einer der Damen, die ebenfalls diese Bezeichnung tragen. Sie war sensibel, anhänglich, unterordnungsbereit und hatte furchtbare Angst vor anderen Hunden und dem Zugriff (nicht der Anwesenheit) fremder Menschen.
Aber sie spielte sehr gern und liebte stundenlange Spaziergänge. Auch unsere Tramp-Touren begeisterten Domina. Mangels eigenen Autos mussten wir uns oft per Autostop durchs Land bewegen. Wenn wir zur Autobahnauffahrt wanderten freute sie sich ungemein: fahren, auf dem Schoß kuscheln und an irgendeinen tollen Ort wieder aussteigen war für Domina eine stets willkommene Abwechslung.
Damals wusste ich noch wenig über Hundeerziehung und –ausbildung. Hundeschulen waren zu DDR-Zeiten nicht wirklich bekannt und auch an guter Literatur mangelte es. Ich erzog meine Kameradin „intuitiv“ und habe dabei sicher viele Fehler gemacht. Im Verlauf meines Studiums erwarb ich umfassendes Wissen über
Lernpsychologie und wandte meine Erkenntnisse bei Domina an. Ich war erstaunt, wie viel Freude die kleine Hündin an der Ausbildung hatte.

Schon damals wurde mir klar, dass ein Vollzeitjob (ohne Hund) nicht das richtige für einen Hundehalter ist. Zwar bekam Domina bald Gesellschaft von Kater Kasimir, aber das schlechte Gewissen plagte mich oft, wenn meine Hündin stundenlang allein zu Hause war. Nach einigen Jahren fand ich eine Arbeitsstelle, wo ich meine Kameradin mitnehmen durfte. Später begleitete sie mich auch oft zum Studium.

Wir verbrachten wunderbare Jahre zusammen.
Leider starb Domina schon im Alter von zehn Jahren an einer Erkrankung.

Die wenigen Tage, die ich danach hundelos verbrachte machten mir klar, dass ein Leben ohne vierbeinigen Freund für mich freudlos und arm ist.

Domina

Watson (1996 – 2007)

Kurz darauf zog „Watson“, ein Deutscher Schäferhundrüde, bei mir ein. Im Gegensatz zu Domina war er ein wahrer Draufgänger: neugierig und furchtlos.
Diesmal wollte ich meinen Hund richtig ausbilden. Die Grunderziehung und den Alltagsgehorsam brachte ich ihm allein, mit Hilfe meines Studienwissens und Fachbüchern, bei. Als er eineinhalb Jahre alt war, traten wir in einen Hundesportverein ein. Wir zwei entwickelten uns zu einem recht erfolgreichen Team und innerhalb eines Jahres hatte Watson bereits die höchste Stufe der Schutzhundeprüfung (Stufe 3) erlangt. Danach legte er die Fährtenhundprüfung (Stufe 1) ab und nahm im Frühjahr 1999 an der Landesmeisterschaft im Schutzhundesport (SGSV) teil. Ein sechster Platz bei über zwanzig Hunden konnte sich schon sehen lassen!
Kurz darauf fing Watson jedoch an zu lahmen. Der Tierarzt stellte eine schwere Hüftgelenksdysplasie fest – die „Karriere“ im Hundesport war beendet.

Es begann eine Odyssee durch verschiedene Tierarztpraxen. Vor einer Operation (Hüftgelenksprothese) scheute ich mich. Zu viele Fachleute rieten mir ab und dann waren auch noch die Kosten – für eine Studentin unerschwinglich. Watson bekam alle möglichen Therapien: von Schmerzmitteln über Aufbaupräparate, homöopathische Behandlungen und Goldakupunktur. Nichts half wirklich. Ein erfahrener Hundeausbilder empfahl mir damals, den Hund unbedingt (entgegen dem allgemeinen Rat der Tierärzte) wieder zu bewegen. Ich begann mit wenigen Schritten schnelles Gehen und steigerte die Strecke allmählich. Bald konnte ich schon ein wenig Joggen. Nach einem knappen Jahr trabte Watson freudig über eine Stunde am Rad. Mindestens zweimal wöchentlich fuhr ich im Sommer mit ihm Schwimmen. Nach über einem Jahr hatten wir einen Gesundheitszustand erreicht, der es möglich machte, Watson wie einen völlig normalen Hund zu behandeln. Laien sahen ihm seine Erkrankung nicht an.

Nur Leistungssport war nicht mehr möglich. Wie also den Hund beschäftigen? Glücklicherweise hatte ich schon vorher begonnen, Watson lustige Übungen (Nicken, Kopfschütteln, Gegenstände aufheben,…) beizubringen. Dieses Training, diverse Suchspiele und die Arbeit im Sicherheitsdienst waren jetzt seine Lebensaufgaben.
Ich wurde im Hundesportverein als Ausbilderin tätig.

Nach dem Studium konnte ich leider keine qualifikationsgerechte Arbeit finden, die nicht zur Folge hätte, dass Watson stundenlang allein ist. Deshalb begann ich 1998 im privaten Sicherheitsdienst als Hundeführerin zu arbeiten.
Ich beschäftigte mich derzeit intensiv mit Literatur über Verhaltensstörungen (insbesondere bei Tieren) und hatte eine Idee: Warum nicht Studium und Hobby vereinen? Im Jahr 2000 startete ich meine nebenberufliche Tätigkeit „Verhaltensberatung und –therapie bei Hunden“.

Kantor (2001 - 2012)

Als Watson älter wurde beschloss ich, einen zweiten Hund in unser kleines Rudel aufzunehmen. Die Arbeit fiel dem Alten zwar noch nicht schwer, aber ich musste auch an die Zukunft denken.
2001 kam Kantor (benannt nach einem Grenzhund im Kinderbuch), ein Deutscher Schäferhundrüde, zu uns. Watson schien über den kleinen Quälgeist nicht wirklich glücklich zu sein. Er verhielt sich fair, aber distanziert. Ich hingegen war von dem kleinen Kerl begeistert. Jetzt hatte ich ja schon viel mehr Wissen im Umgang mit Hunden. Das zahlte sich aus. Kantor wurde sehr schnell ein zuverlässiger und fröhlicher Begleiter. Er war ein regelrechter Sonnenschein – immer gut drauf. „Schimpfen“ musste ich mit ihm beinahe gar nicht (Ausnahme Pubertät, wo er sich mit allen männlichen Artgenossen anlegen wollte).
Aber zu viel Freude war uns nicht vergönnt. Mit etwa fünf Monaten begann Kantor zu lahmen. Trotz tierärztlicher Behandlung wurde es nicht wirklich besser. Ich suchte einen anderen Tierarzt auf. Dieser diagnostizierte eine beidseitige mittlere Ellebogendysplasie: dienstuntauglich und sportuntauglich. „Geben sie ihn in eine Familie, dort kann er relativ beschwerdefrei bleiben und alt werden.“ meinte der Doktor.
Mich von meinem Kantor trennen? Die Vernunft sagte ja. Ich brauchte einen gesunden Vertreter für Watson. Aber ich musste den Hund für seine Arbeit ausbilden können. Einen dritten Hund hätte ich nicht halten können.
Ich suchte lange nach einem neuen Zuhause für ihn. Viele wollten Kantor haben. Er hatte ein freundliches Wesen, war sehr gehorsam und ein bildhübscher Kerl. Aber kein Bewerber war mit gut genug. Irgendwann gab ich das zermürbende Suchen auf Anraten einer Bekannten auf. Sie meinte, ich solle ihn erst einmal behalten. Es komme die Chance, ihn in gute Hände zu geben – dann müsse ich nur dazu bereit sein.
Wir drei verbrachten eine wunderbare Zeit: Arbeit im Sicherheitsdienst, "Behinderten-Training", gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge. Im Sommer fuhren wir stets ans Meer.
Im Frühjahr 2003 rief mich ein langjähriger Freund an. Seine Hündin war gestorben. Ich heulte beinahe eine ganze Woche. Nicht seines Hundes wegen, aber hier war sie, die Chance Kantor in gute Hände zu geben. Ein besseres Zuhause als bei ihm konnte ich mir nicht vorstellen. Die beiden kannten und mochten sich. Nach einigen Tagen hatte ich mich entschieden, meinen Freund zu fragen. Er war gern bereit, Kantor aufzunehmen.
Im Sommer fuhr Kantor für immer fort.
Es wurden diesmal traurige Urlaubstage am Meer. Mein „Sonnenschein“ fehlte mir sehr.
Kantor lebte sich gut ein und hat nun einen neuen „Chef“. Seit einigen Jahren bewohnt er ein großes Haus mit Grundstück, welches er den ganzen Tag bewacht. Eine kleine Mischlingshündin leistet ihm dabei Gesellschaft. Wir sehen uns mehrmals im Jahr.

Anfang November 2012 ist Kantor unter den streichelnden Händen seines Herrchens sanft eingeschlafen. Sein großes Hundeherz hat, nach kurzem Unwohlsein, einfach aufgehört zu schlagen.
Aber ich bin sicher, er hat ein schönes - und für einen Deutschen Schäferhund auch angemessen langes - Hundedasein auf der Erde leben dürfen.


Basko (Mai 2004 - Dezember 2014)

Im Herbst holte ich Basko, einen „Mix“ aus holländischen, belgischen und deutschen Schäferhund ab. Er war damals bereits fünf Monate alt. Ich durfte diesmal kein großes Risiko eingehen, denn Watson brauchte einen Nachfolger. Deshalb wollte ich einen Hund, der schon bald auf Diensttauglichkeit untersucht werden konnte.
Watson mochte Basko vom ersten Tag an. Der junge Hund durfte sich Dinge herausnehmen, die er Kantor nie gestattet hätte, wie zum Beispiel über ihn steigen und den Stock wegnehmen.
Mit zehn Monaten brachte ich Basko zur Diensttauglichkeitsuntersuchung. „Alles in Ordnung“, lautete diesmal das Urteil des Tierarztes. Ich war glücklich. Damit wurde Basko endgültig in unser Rudel aufgenommen.
Basko entwickelte sich schnell zu einem gehorsamen Begleiter.
Bald brachte ich ihm auch ersten „Kunststückchen“ bei. Zu meiner Freude entdeckte ich im Internet, dass es sogar eine Sportart gibt, wo man solche Dinge verlangt: „Dogdance“. Im Winter 2005 reisten wir nach Oberammergau, wo ein Wochenseminar für Dogdance stattfand. Ich war begeistert. Ich erlernte nicht nur das Handwerkszeug für diese Sportart, sondern auch den richtigen Einsatz des „Klickers“.
Im „Hundehotel“ gab es außerdem eine Hundephysiotherapeutin. An einem freien Nachmittag suchte ich sie mit Watson auf. Ich wollte wissen, wie ich den Hund belasten darf und welche Übungen bei seiner Erkrankung therapeutisch nützlich sein können.

Unser kleines „Rudel“ hatte viele schöne und erlebnisreiche Monate.

Mitte 2006 verschlechtert sich Watsons Zustand schleichend, aber merklich. Er begann deutlich mit der Hinterhand zu schlurfen und gelegentlich zu lahmen. Ich musste ihm nun auch eine Einstiegshilfe für das Auto bauen. Ab dem Herbst bekam er regelmäßig Schmerzmedikamente. Das Radfahren musste unterbleiben. Bald konnten wir nur noch kurze Spaziergänge mit vielen Pausen unternehmen. Ich wusste, dass der Zeitpunkt unserer Trennung bald kommen wird. Im Mai 2007 konnte Watson die Treppen nur noch mit viel Hilfe bewältigen. Die Aussicht auf einen Spaziergang löste bei ihm keine Freude mehr aus. Die Hinterhand bewegte sich schwerfällig, beide Pfoten schliffen auf dem Boden. Mir war klar, dass jetzt nur noch Leid kommen würde. Wir nahmen Abschied.

Die Auftragslage im Sicherheitsdienst wurde immer schlechter. Ich beschloss, mich beruflich noch einmal neu zu orientieren und eine eigene Hundeschule aufzubauen. Das war seit Jahren mein Wunsch. Um noch ein weiteres „Standbein“ zu haben, begann ich Anfang 2007 ein Fernstudium zum Hundephysiotherapeuten, welches ich 2008 abschloss. Im Herbst 2008 fand ich nun endlich ein geeignetes Grundstück, um meinen Traum zu verwirklichen. Nach dem Überwinden zahlreicher behördlicher Hürden und umfassenden Bauarbeiten sind Platz, Praxis und Ausbildungshalle nun fertig gestellt.
Basko legte im Herbst 2008 die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde Stufe 1 ab. Noch dieses Jahr (2009) soll er wieder einen vierbeinigen Kameraden bekommen.

Copper (Mai 2009 - )

Wieder einmal wollte ich: die niedlichen Geräusche aufnehmen, die Welpen anfangs von sich geben, so viele Fotos machen, Videos drehen,… aber – der kleine Kerl hält mich ständig auf Trab.

So sind nun schon fünf Wochen ins Land gegangen und jetzt erst komme ich dazu, unser neues Rudelmitglied vorzustellen.
Copper (übersetzt Kupfer oder „Bulle“ – im Sinne von umgangssprachlich Polizist) ist ein X-Hollandse Herder von Rommel`s Herdermeute. Mama ist eine Herder-Hündin und Papa ein Mix aus Herder und Malinois.

Copper hat sich gut bei uns eingelebt. Wenn er reden könnte, würde er vielleicht folgendes erzählen:

„Das ist schon ganz schön anstrengend, mit einem Menschen zusammen zu leben. Basko verstehe ich ja, er ist ein dufter Kumpel mit dem man wilde Raufspiele veranstalten kann. Aber mein Frauchen! Ständig macht sie komische Laute, die kein Hund begreift. Sonst ist Frauchen ganz o.k. Sie gibt mir Futter, führt mich Gassi, streichelt mich und spielt mit mir.
Die ersten Tage im neuen Heim waren sehr aufregend. Die vielen Geräusche und das Verhalten von Frauchen. Gleich am zweiten Tag war ich ganz toll erschrocken. Ich wusste ja schon, dass Menschen ihren Pelz verändern können. Aber habt ihr schon einmal einen Menschen ohne Pelz gesehen? Als Frauchen aus dem Zimmer mit den komischen Gerüchen und dem Wasserplätschern kam, hatte sie ihren Pelz vergessen. Ich habe sie nicht erkannt und erst einmal heftig angebellt.


Dann machen wir noch ganz seltsame Experimente. Offensichtlich will sie, das ich ihre Sprache lerne. Einiges fange ich an zu verstehen:

- „Copper“: Scheint ein wichtiges Wort zu sein. Wenn ich daraufhin Frauchen ansehe, gibt es meist ein Leckerchen.

- „Sitz“: Da soll ich mich auf meinen Hintern setzen. Wenn ich sitzen bleibe, bis Frauchen „Lauf“ sagt, kann ich noch ein Leckerli kassieren.

- „Platz“: Ich glaube, ich soll mich da hinlegen – hab´ ich noch nicht ganz begriffen.

- „Hierher“: Komme ich schnell angeflitzt, gibt es eine Belohnung. Allerdings muss ich aufpassen, dass ich nicht sofort wieder losstürme – das darf man nämlich erst bei „Lauf“!

- „Nein“: Böses Wort!!! Wenn ich nicht sofort mein Verhalten unterbreche, gibt es Ärger. Unter „Nein“ fallen zum Beispiel leider: Waden beißen, Teppichkanten anknabbern, beim Spaziergang leckere Kacke naschen, aufs Sofa klettern, Fresschen vom Tisch holen, die Klobürste mausen und viele andere lustige Dinge.

- „Fein“: Gutes Wort, hat meist ein Leckerli im Gepäck. Gibt es zum Beispiel wenn ich draußen gepullert oder gekackert habe, wenn ich mich bei „Sitz“ hinsetze,… Dabei freut sich mein Frauchen. Offensichtlich ist das auch etwas Gutes.

- „Klick“: Gutes Geräusch, bringt ein Leckerli. Man muss nur herausfinden, was man dafür tun soll.

- „Touch“: Da soll ich etwas mit der Nase anstupsen. Zum Beispiel einen Stab, eine Pylone oder Frauchens Hand.

- „Aus“: Da soll ich mein Spielzeug hergeben. Das ist übrigens gar nicht schlimm, denn das Spiel geht sofort weiter.

- „Komm“: Hier soll ich Frauchen hinterher laufen.

Außerdem kann ich schon durch den Tunnel flitzen, ein wenig schwimmen, an der Tür und beim Ableinen warten bis Frauchen „Lauf“ sagt, an der Leine gehen ohne zu ziehen (naja, klappt meistens) und viele andere kleine Dinge.
Ich habe auch schon eine Menge andere Hundenasen und lustige Zweibeiner kennen gelernt.“

Ende November 2009

"Jetzt bin ich ein halbes Jahr alt, wiege über 20 kg, habe schon alle neuen Zähne und bin schon gaaaaanz schlau. Ich kann jetzt schon:

- die Kommandos: "Sitz", "Platz", "Hier", "Hierher" (da muss ich nur herankommen, ohne mich gerade vor Frauchen zu setzen), "Aus", "Komm", "Touch", "Lauf", "Hm" (hier soll ich liegend mit dem Kopf nicken), "Schäm Dich" (das bedeutet, meine Pfötchen um die Schnauze legen), "Kreis" (damit ist eine Runde nach rechts um Frauchen gemeint), "Slalom" (durch die Beine von Frauchen), "Tip-Tap" (da muss ich die Pfoten abwechselnd heben. Tip ist die linke Pfote und Tap heißt die rechte Pfote: aber das verwechsle ich noch manchmal) und "Gib" (hier soll ich einen Gegenstand vom Boden aufheben und abliefern).

- tolle Sachen wie: "Außen" (Das heißt, ich soll um etwas - zum Beispiel einen Baum - herumlaufen. Allerdings muss ich dabei darauf achten, ob Frauchen ein Umlaufen von Rechts oder Links möchte, denn wenn ich es verkehrt mache, gibt es kein Leckerchen). Auch "Tunnel" (das Tunnelllaufen) ist jetzt schwieriger. Nur der richtige Eingang, auf den Frauchen zeigt, zählt. Beim "Touch" stellt Frauchen jetzt manchmal mehrere Pylonen auf. Ich soll dann nur die anstubsen, zu der Frauchen guckt.

Dann üben wir noch ganz merkwürdige Dinge. Stellt Euch vor, Frauchen trampelt über einen Acker und legt dort lauter Leckerli hin. Dann sagt sie zu mir "Suuuch" und ich schnüffel mich die Freßstraße entlang. Was das wohl einmal werden soll?

Übrigens bin ich jetzt schon ganz brav. Ich puller nicht mehr in die Wohnung und mache auch nichts mehr von Frauchen kaputt. Deshalb habe ich vor etwa drei Wochen ein Körbchen bekommen und muss nicht mehr in der Box schlafen.
Auch im Alltag folge ich sehr gut. Meistens darf ich ohne Leine laufen. Zur Zeit üben wir das Kommando "Ran". Da soll ich dicht mit Schulter in Kniehöhe von Frauchen laufen. Wenn wir zu dritt sind, läuft Basko noch zwischen uns. Ich kann das schon recht gut, bin aber manchmal etwas unkonzentriert und verpasse den Augenblick, wo Frauchen stehen bleibt. Wenn ich dort weiter laufe, gibt es kein Leckerchen.

Arbeiten finde ich übrigens toll. Ich bin dazu jederzeit bereit, auch in der Spielstunde, wenn meine Kumpels toben. Ich werde dann richtig ärgerlich, wenn mich einer von ihnen stört.

Mit Frauchen spiele ich jetzt gern "Beutezerren" oder wir Kämpfen miteinander. Da kann ich richtig wild werden.
Wenn Frauchen zum Arbeiten oder Spielen keine Lust mehr hat, sagt sie ein böses Wort: "Schluß". Jegliche Motivierungsversuche meinerseits bleiben dann erfolglos.

Mit Basko vertrage ich mich noch prima. Am liebsten biß ich mich an seinem Halsband fest. Das fällt jetzt leider unter "Nein", denn zwei Halsbänder habe ich schon kaputt gemacht.

Auch mit dem Alltagsleben der Zweibeiner bin ich nun weitestgehend vertraut. Zwei Dinge machen mich aber noch echt nervös. Das eine ist das Verschwinden meines Frauchens hinter einem Vorhang, um dann nach einigem Plätschern völlig komisch riechend wieder zu erscheinen. Ich muss da immer hin, gucken und fiepen. Dann gibt es noch ein Möbel, welches Frauchen aufklappen kann und wo dann schauerliche Töne raus kommen. Manchmal reißt mich das richtig mit und ich fange an zu "singen". Aber nach einer Weile wird das auch langweilig und ich gehe schlafen.

Auf einigen Bildern bei "Spielstunde" bin ich auch zu sehen, unter anderem in meiner Paraderolle als "Schnappender Tunnel".

Bis bald! Tschüß."

Mitte Februar 2010

"Zur Zeit ist mir manchmal komisch. Das alles fing im Dezember an. Plötzlich riß es mir ab und zu mein Bein hoch und ich musste ein wenig pullern. Frauchen fand das aber gar nicht tragisch und meinte, ich würde jetzt langsam ein Mann werden. Auch mit meinen Spielkumpels raufe ich jetzt gern. Beim Spazierengehen sind da plötzlich überall so interessante Gerüche. Manchmal vergesse ich dann, auf die Kommandos von Frauchen zu hören - ich weiß ja, dass sie nicht gern etwas zweimal sagt. Da gab es schon auch mal Ärger!

Ansonsten ist alles in Ordnung. Ich lernen jetzt gerade verschiedene Seiten von Frauchen zu unterscheiden. Da gibt es "Ran" (linke Seite), "Rechts" (rechte Seite), "Back" hinter und "Front" vor Frauchen sowie "Mitte" zwischen Frauchens Beinen. Auch "Twist" (Drehung nach links um mich selbst) und "Round" (dasselbe im Uhrzeigersinn) üben wir neben vielen anderen Sachen.

Eine lustige neue Übung haben wir auch begonnen. Sie heißt "Mach was Neues". Ich kriege dann für alles einen Klick, was ich nicht schon gezeigt habe. Frauchen will damit so ein Ding bei mir fördern. Das heißt, glaube ich, Kreativität.

Das wars für heute, Tschüß!"

Ende April 2010

"Ich lerne zur Zeit "Agility". Komische Vorstellungen haben die Zweibeiner manchmal: Über den Laufsteg flitzen - kann ich doch! Aber nein, Frauchen möchte, dass ich stets am Anfang und Ende stehen bleibe. So etwas Umständliches! Auch die Wippe soll ich langsam und ordentlich abarbeiten. Hürdenspringen ist auch so eine Sache. Die kleinen Dinger kann man doch einfach umrennen. Aber ich habe schon begriffen, dass es nur dann einen Klick gibt, wenn sie stehen bleiben.

Dann haben wir eine ganz tolle Sache angefangen. Dabei darf ich in eine grooooße Beißwurst beißen. Frauchen sagt, dass es für dieses Spiel auch Prüfungen gibt, die ich alle machen soll. Endlich mal eine vernünftige Erfindung der Zweibeiner.

Mit Basko macht Frauchen neuerdings seltsame Übungen. Dabei kommt offensichtlich der große aufgeblasene Ball zum Einsatz, mit dem ich noch nicht spielen darf - ich werde dann immer weggesperrt. Aber es muss riesigen Spaß machen, denn Basko bellt dabei und Frauchen freut sich.

Beim Gassi sind wir jetzt viel schneller unterwegs. Das geht, seit uns so ein zweirädriges Ding begleitet, was unser schwerfälliges Frauchen trägt. (siehe Foto)

Ich hab Euch doch von der Dusche erzählt, die mich so furchtbar aufregte. Irgendwann fand Frauchen das albern und hat mein Verhalten einfach ignoriert. Das fand ich gar nicht toll, denn mir machte das Theater großen Spaß. Aber, ich bin ja nicht blöd - laß ich mir eben etwas anderes einfallen! Und es hat geklappt! Jetzt haben wir ein neues Ritual wenn Frauchen in die Dusche steigt: Ich hole mir ein Spielzeug und knurre Frauchen heftig an. Sie schimpft dann mit mir - aber nicht ernst. Irgendwann greift sie nach dem Badeschwamm und ich tue so, als hätte ich davor furchtbare Angst (der Schwamm hat mir aber echt noch nie etwas getan). Ich ziehe mich knurrend mit meinem Spielzeug hinter die Tür zurück und Frauchen muss dann immer lachen. Ich habe ein paarmal versucht den Schwamm anzugreifen - dadurch wäre das Spiel natürlich noch lustiger. Aber da hat Frauchen sich einfach wortlos in die Dusche verzogen - wahrscheinlich war das ein Verstoß gegen die Spielregeln.
So langsam begreife ich, wie das mit den Zweibeinern funktioniert. Sicher, es gibt Vorschriften, die ich einhalten muss, sonst kriege ich Ärger. Aber ein schlauer Hund findet immer wieder Möglichkeiten, das Verhalten seines Zweibeiners positiv zu beinflussen und sich ein lustiges Hundeleben zu organisieren. Eine der wichtigsten Regeln heißt: Bringe deinen Zweibeiner zum Lachen! Ein lachender Zweibeiner kann nicht böse werden!

Bis zum nächsten Mal! Tschüüüß!"


Ende Juni 2010

"Auaaaaa!!!
Ich habe mir die Hinterpfote aufgeschnitten! Frauchen hatte voll die Panik! Ich habe das gar nicht so gemerkt - war ja mit Bällchenspielen beschäftigt.
Danach Tierarzt. Dort habe ich erst einmal gepennt. Als ich aufwachte, hatte ich etwas Komisches am Fuß. Wollte das Ding mal eingehend untersuchen, da kam gleich ein "Nein". Habe es trotzdem immer wieder probiert, so dass Frauchen mir einen "Socken" von sich drüberzog. Hinterlistig sind die Zweibeiner manchmal: ich darf ja Frauchens Sachen nicht anknabbern!
Obwohl ich jetzt schon wieder flitzen kann, ist Frauchen sehr traurig. Sie sagt, dass eine Sehne kaputt ist. Tatsächlich steht meine "Krallenzehe" jetzt ein wenig hoch und macht nicht mehr wirklich mit. Aber das stört mich gar nicht.
Frauchen meint nun, dass ich vielleicht die ganz tollen Sachen wie Agility und das Spiel mit dem Beißen nicht mehr intensiv machen kann. Das finde ich blöd - ich laufe doch absolut toll! Auch verschiedene "Eksperten" sind der Ansicht, dass ich voll belastbar bin. Frauchen hat sich nun glücklicherweise entschieden, mich vorerst völlig normal zu behandeln.
Aber wenn..... Die Zweibeiner sind manchmal echt komisch. Frauchen trauert um meine Zehe, die nun mal nicht mehr zu retten ist und ängstigt sich, ob das nun alles auch in Zukunft gut geht. Wir Vierbeiner machen das besser. Wir vergessen Vergangenes meist sehr schnell, pfeifen auf das was da kommen wird und geben uns uneingeschränkt der Gegenwart hin. Die Zweibeiner sollten von uns lernen!

Warum die Sehne nicht genäht wurde? Ja, der Tierarzt meinte, sie sei nur ein wenig angerissen und das habe er repariert. Frauchen war da anderer Meinung - aber sie ist ja kein "Eksperte". Leider hatte sie aber doch irgendwie recht, zumindest was den Sehnenteil zu meinem letzten Zehenglied betrifft.
Soll ich Euch mal ein Geheimnis verraten? Basko hat auch so eine Zehe. Frauchen hat das damals reparieren lassen. Was der Tierarzt ihr nicht sagte war, dass sie ohnehin nicht mehr funktioniert (war schon einige Zeit nach dem Unfall). Jetzt steht die Zehe zwar nicht so keck nach oben wie meine, leistet aber auch keinen Beitrag beim Laufen. Dafür musste Basko 12 lange Wochen mit einer Schiene laufen, durfte nicht flitzen, kein Bällchen spielen,... Das hätte ich aber auch nicht gewollt!

Nun, mal sehen wie es weitergeht. Ich hoffe, ich kann nächstes Mal wieder etwas Schönes und Lustiges berichten.

Tschüß!"

Anfang September 2010

"Die letzten Wochen waren toll. Nachdem Frauchen Ihre Ängste wegen meines Zehes überwunden hatte, ging es endlich wieder richtig los.
Wir fahren jetzt regelmäßig auf einen Hundeplatz. Dort beschäftigt sich Frauchen nicht mit den anderen Kumpels, sondern nur mit Basko und mir. Das Tollste ist, es gibt dort den Onkel Heiko, den ich anbellen und beißen darf! Das ist jetzt wohl die Fortführung von dem Spiel mit der groooßen Beißwurst.
Auch zum Baggersee fahren wir wieder. Frauchen ist jetzt aber noch vorsichtiger, damit nicht noch ein Unfall passiert. Einige Schwimmbilder von uns hat meine "Oma" auch gemacht.

Dann kam das Größte: Wir waren im Urlaub! Erst sind wir gaaanz lange mit dem vierrädrigen Ding gefahren. Ab und zu gab es eine kleine Pause. Die letzte Pause war am schönsten. Nachdem wir durch ein Wäldchen gegangen sind, standen wir vor einem riesigen Wasser. Erst einmal war ich etwas verdutzt, da das Wasserli komisch schmeckte und nicht so glatt war, wie im Baggersee. Aber Basko ist gleich reingestürzt und ich natürlich hinterher. Das war eine tolle Abwechslung nach der langen Fahrt!
Dann bezogen wir eine neue Hütte (Foto). Die war zwar klein, aber wenn wir nach Hause kamen waren wir so kaputt, dass wir ohnehin nur noch Fressen und Schlafen wollten.
Jeden Morgen sind wir zu dem großen Wasser gelaufen und dort geschwommen. Dann gab es Fresschen und Verdauungspause. Danach wanderten und schwammen wir den ganzen Nachmittag. Echt, so fertig war ich noch nie und einen riesigen Appetit hatte ich immerzu!
Anfangs hat uns noch das zweirädrige Ding begleitet. Aber das hat irgendein böser Zweibeiner geklaut. Frauchen hat gesagt, dass sie ihn, falls sie ihn erwischt, in den Hintern beißt. Leider haben wir ihn nicht erwischt - ich hätte das zu gerne gesehen!
Zweimal wanderten wir übers Kap Arkona (Bild). Massenhaft Zweibeiner! Was die dort nur wollen? Ich fand das ziemlich langweilig, zumal wir auch noch an der Leine gehen mussten! Aber bald danach kam der Nordstrand mit Bällchenspielen und Schwimmen - das war eine akzeptable Entschädigung.
Trainiert haben wir in dieser Zeit wenig - war ja auch Urlaub! Aber ich kann jetzt mit Basko gemeinsam rechts bei Fuß gehen und zweimal haben wir "Leckerli aus Fußtapsen naschen" gespielt (Frauchen: "Das heißt Fährtenarbeit!").
Nun, irgendwann packte Frauchen alles zusammen und wir fuhren wieder lange in dem vierrädrigen Ding. Jetzt sind wir wieder zu Hause.

So, das wars für heute! Tschüüüß!"

Anfang Januar 2011

"Viel Neues gibt es diesmal nicht zu berichten. Wir waren bei "Oma und Opa" und haben dort das Weihnachtsfest gefeiert. War echt lecker: von Oma und Opa gab es tolles Freßchen, ohne groß was dafür machen zu müssen. Dann entdeckte ich unter dem Schnee eine Köstlichkeit: den "Kompotthaufen"! Frauchen hat zwar gemault, aber immer wenn keiner aufpaßte, war ich weg, denn: Wer nicht dabei erwischt wird, darf auch keinen Ärger mehr kriegen!
Basko hat die Futterstelle der "Flattertiere" näher untersucht: danach wurde der große Speckstreifen vermißt!
Naja, Musterknaben sind wir beide nicht: Wäre ja auch laaangweilig!
Abends haben die Zweibeiner wieder Krach gemacht: Oma hat gejault, Opa entlockte einem großen Kasten (den hatte er sich umgehängt) schauerliche Töne und Frauchen pfiff auf einem Stöckchen. Letztes Jahr habe ich ja noch mitgejault, diesmal war mir das echt zu doof. Ich versuchte, Frauchen das Stöckchen zu mausen. Danach gab´s Geschenke: auch für uns!
Dann kam noch die Nacht mit den vielen "Blitzen und Knallen". Beim ersten Krach bin ich schon etwas erschrocken. Aber da Frauchen sich freute und lustig war, und Basko überhaupt nicht weiter reagierte, habe ich das verrückte Treiben am Himmel auch nicht mehr beachtet.
Dieses Jahr haben wir einiges vor: Basko soll nun endlich seine VPG2 machen, ich meine Begleithundprüfung. Dann sollen wir jeder lustige Übungen zur Musik zeigen (Frauchen nennt das "Dogdance"). Ich darf weiter das Spiel mit dem großen Ball lernen (Frauchen nennt das "Treibball") - macht mir übrigens tollen Spaß, den Ball zu kullern!
Auch viele andere Aufgaben warten auf uns - wird bestimmt eine aufregende Zeit!

Bis bald! Tschüüüß!"

August 2011

"Jetzt habe ich aber lange nichts von mir hören lassen! Naja: Frauchen hatte es wieder ständig eilig (ich glaube, die Zweibeiner nennen das Stress) und keine Zeit, meine Berichte zu tippen.
Aber jetzt muss sie ran, denn wir waren im Uuurlaub!
Es ging wieder zum großen Wasser mit dem Namen Ostsee.
Jetzt wußte ich schon, was auf mich zukommt. Ich war jeden Tag total aufgeregt: Bällchen spielen, schwimmen, wandern, buddeln - alles was ich sooo gerne mache.
Frauchen hat mich ständig gefragt, ob ich meine Ohren zu Hause vergessen habe. So ein Blödsinn, die sind doch für jeden sichtbar an meinem Kopf angewachsen! Aber manchmal sprechen die Zweibeiner in Rätseln, sie meinen dann manches "symbolisch". Naja ehrlich, ich konnte mich manchmal wirklich kaum auf die Kommandos konzentrieren. Auf den Hinwegen lockte das große Wasser, und wenn wir danach zu unserer Hütte gegangen sind, dann war ich so fertig, dass ich auch nicht richtig zuhören konnte.

Bei einem Spaziergang lagen da so komische schlabberige Dinger am Strand. Hab ich mir mißtrauisch angeguckt. Als ich mit Basko im Wasser war, rempelte mich doch tatsächlich so ein Ding an. Ich bin schnell wieder ans Ufer geflitzt. Frauchen hat natürlich gelacht und mir das mit den "Schlabberdingern" erklärt. Dann hatte ich keine Angst mehr. Habe dann versucht, ob man die Quallen (so heißen die nämlich) auch apportieren kann - sind aber gleich aus der Schnauze geschlabbert.

Neben unserer Hütte machten die ersten Tage zwei Retriverdamen Urlaub. Ich liebe Damen, bin echt hin und weg, wenn ich welchen begegne. Die eine zeigte sich ein wenig kratzbürstig. Die andere war aber recht nett - wäre bestimmt was mit uns geworden. Aber leider reisten sie bald ab.
Oben gibt es ein paar Bilder vom Urlaub.

Bald haben wir Prüfung!!! Wenn es gut klappt, darf ich darüber berichten.

Tschüüüß!"


September 2011

"Wir hatten Prüfung! Ich darf darüber berichten, woran Ihr merkt, dass wir suuuper waren. Frauchen sah das zwar ein wenig anders, aber wir haben immerhin beide bestanden. Ich bin jetzt ein Begleithund und Basko ein VPG 2- Hund.
Schon früh am Morgen ging es los. Frauchen war sehr aufgeregt. Wir fuhren zum Hundesportplatz und von da aus gleich auf ein großes Feld. Dort sollte Basko seine Fährte suchen (ich durfte leider nicht mitmachen). Als die beiden wiederkamen strahlte Frauchen über die ganze Schnauze. Basko hatte 98 von 100 Punkten bekommen.
Dann, wieder auf dem Hundesportplatz, war endlich ich dran. Gemeinsam mit einem Mops und seinem Zweibeiner betraten wir die Wiese. Der Mops versuchte kurz, mich anzupöbeln, aber, bei so einem Zwerg, da stehe ich doch echt drüber! Dann liefen wir auf zwei Zweibeiner zu. Dem einen erzählte Frauchen etwas, dann ging der Mops sich hinlegen und ich bekam das "Fuß - Kommando". Anfangs lief ich noch sehr aufmerksam mit, aber dann mußte ich doch immer mal gucken, was so los ist: vor dem Vereinshaus standen Massen von Zweibeinern - das habe ich noch nie erlebt! Irgendwann kamen dann auch noch einige davon auf die Wiese. Ich erinnerte mich, dass wir so etwas schon einmal gemacht haben und lief mit Frauchen durch. Aber plötzlich war wieder etwas los vor dem Vereinshaus und ich verlor den Kontakt zu Frauchen. Sie knurrte leise. Darauf hin gab ich mir mehr Mühe.
Das "Fuß" ohne Leine habe ich sehr schön gemacht. Ich war so begeistert von mir, dass ich das "Sitz aus der Bewegung" verpaßte und andächtig neben Frauchen weiterlief. Naja - eigentlich kann ich das perfekt. Frauchen wiederholte das Kommando und ich setzte mich ein wenig beschämt hin.
Das "Platz aus der Bewegung" und das "Hier" sowie das Abliegen machte ich gaaanz toll!

Kurz darauf wurde Basko aus unserem vierrädrigen Ding geholt. Nach einer Weile kamen die beiden wieder und Frauchen strahlte zwar nicht über die ganze Schnauze, sah aber recht zufrieden aus. Später erfuhr ich, dass Basko 91 Punkte bekommen hat. Das ist wohl noch sehr gut. Aber auch er hatte, neben anderen kleineren Fehlern, sein "Sitz aus der Bewegung" vermasselt. Frauchen hat so ein Ding, wo sie sich das, was mal war, angucken kann (das Gerät bellt dann auch wie ich und redet wie Frauchen). Immer wieder saß sie davor und knurrte. Basko hatte sich wohl beim Sitz angefangen zu setzen, aber dann noch mehrmals den Po zurechtgeruckelt, bis er bequem genug saß - das durfte nicht sein. Der Zweibeiner, der aufpassen sollte (Frauchen: das ist der Richter!), hat das natürlich alles gesehen und aufgeschrieben.

Dann passierte lange Zeit gar nichts.
Irgendwann holte mich Frauchen ab und wir gingen einen Weg entlang. Da kam ein Radfahrer, ein rennender Zweibeiner, ein anderer Hund, viele Zweibeiner die sich um mich drängten und der Aufpasser gab Frauchen die Pfote. Dann wurde ich noch angebunden, Frauchen ging weg und der Radfahrer, der Rennende und Hunde kamen vorbei. Echt komisches Spiel!
Danach holte mich Frauchen ab, der Aufpasser gab ihr wieder die Pfote und Frauchen freute sich. Offensichtlich hatte ich das gut gemacht!

Dann wartete ich, ob sich die Zweibeiner noch mehr ulkige Übungen für mich ausgedacht haben. Aber es wurde nur Basko noch einmal abgeholt.
Basko durfte, und das finde ich echt gemein, mit einem Zweibeiner Beißen spielen. Als die beiden zurück kamen strahlte Frauchen nicht. Naja, Basko hatte 87 Punkte für seinen Schutzdienst gekriegt. Ist ja noch ganz gut, aber Frauchen hatte sich wohl mehr erhofft. Insgesamt hat Basko seine Prüfung mit "Sehr gut" bestanden.

Wieder in unserer Hundeschule gab es lecker Fresschen und danach eine tolle Radrunde durch den Wald zum See. Frauchen hat uns sehr gelobt und gesagt, dass, außer bei dem "Sitz aus der Bewegung", wir alles toll gemacht haben. Für die anderen Fehler hat sie sich selbst die Schuld gegeben. Und damit hat sie recht! Was wir nicht super gut gelernt haben, können wir schließlich auch nicht super gut zeigen!
Das nächste Mal darf ich vielleicht auch schon die Prüfung mit Schnüffeln, Apportieren und Beißen machen!

Tschüß sagt: Begleithund Copper!"


September 2012

"Hallo alle miteinander! Endlich darf ich mich wieder einmal zu Wort melden.
Frauchen hatte beinahe ein Jahr keine Lust, meine klugen Gedanken zu veröffentlichen. Ständig hieß es, es wäre ja gar nichts Besonderes geschehen und so alltägliche Dinge würden nicht hierher gehören. Alltäglich - von wegen! Jeder Tag ist für mich ein Erlebnis. Schon meine Geruchserlebnisse vom Morgenspaziergang könnten ganze Seiten füllen!
Aber gut, kommen wir zu den Dingen, die auch Frauchen als mitteilenswert empfindet.
Also: uns geht es allen gut. (Schutzhund-)Prüfungen durften wir dieses Jahr keine ablegen, da Frauchen mit uns noch nicht ganz zufrieden ist. Wir besuchen seit etwa einem halben Jahr regelmäßig einen anderen Hundesportplatz und ich habe jetzt einen neuen Kumpel, den ich beißen darf.
Zusätzlich trainieren wir weiter an unseren Dogdance-Stücken, Agility und Treibball. Hier lobt Frauchen mich schon gaaanz oft. Neu hinzu gekommen sind Zielobjektsuche und Dummytraining. Macht mir alles echt viel Spaß !!!

Im Juni waren wir eine Woche im Hundehotel "Ferienhof Kraus" in Mähring. Frauchen wollte endlich einmal lernen, wie sie mich ordentlich durch einen Agility-Parcours führt. Eine Woche hat sich der Trainer Herbert Köhler mit ihr abgemüht, bis sie endlich gelernt hatte, dass sie mich jedes Mal mit ihren hektischen Bewegungen und Händefuchteln völlig aus dem Konzept bringt. Wenn Frauchen ruhig und konzentriert mit mir arbeitet, dann reiße ich nämlich keine Stangen!
Das Hotel kann ich übrigens wärmstens empfehlen! Nette Zweibeiner waren dort, aber leider nur zwei Hündinnen. Unsere Hütte war auch sehr schön. Das Tollste aber waren ein kleiner Badeteich, wo wir nach dem Training ausgiebig unsere Bällchen fangen konnten, und eine riesige Trainingshalle - von beiden hat Frauchen natürlich wieder keine Bilder gemacht!
Basko durfte nicht mitmachen (außer ein bischen in der Mittagspause) - diesmal stand ich im Mittelpunkt! Weil er so geweint hat, wurde er in den Aufenthaltsraum gesteckt. Dort hat er sich auf den Tisch platziert und uns durch die Scheibe zugesehen. Das fiel ihm offensichtlich leichter. Naja, ich möchte gar nicht daran denken, wie frustig ich gewesen wäre!

Ende August waren wir im Urlaub. Diesmal hatten wir eine neue Hütte, aber am selben Ort. Es war wieder suuuper. Auch unsere Urlaubsbekanntschaft Anka vom vorigen Jahr haben wir mit ihrem Herrchen wiedergetroffen. Sie ist leider schon eine sehr alte Dame und nicht mehr so fit. Trotzdem haben wir noch kleine Strandspaziergänge unternommen.

Nun, das war´s schon wieder. Bitte schaut Euch auch unsere tollen Bilder an.

Tschüß sagt: Euer Copper"

Juli 2013

"Jetzt darf ich endlich wieder einmal kurz berichten!
Basko hat im Winter die Cobra geheiratet und ist wieder Papa geworden. Die kleinen Rabauken sind jetzt etwa 7 Wochen alt. Gestern waren wir sie besuchen. Frauchen ist natürlich total verzückt und traurig, dass unsere Hütte schon voll ist. Zu gerne hätte sie so einen kleinen Kacker genommen. Ihren Papa haben die Kleinen erst einmal wütend angebellt. Als es aber Futter gab, waren alle friedlich. Ich glaube, Basko ist von ihnen nicht so begeistert. Naja, eigentlich bin ja auch ich sein "Sohn".

Wir haben natürlich viele tolle Ausflüge gemacht (siehe Bilder) und fleißig trainiert. Ich lerne jetzt unter anderem ZOS (Zielobjektsuche). Frauchen hatte eine Expertin eingeladen und nun geht es richtig los. Auch im Treibball bin ich jetzt zielsicherer, beim Agility reiße ich nicht mehr sooo viele Hürden, meine Dogdance-Choreo ist fertig und soll bald aufgeführt werden und im Dummytraining lobt Frauchen mich viel mehr als den Basko!

Anfang Juli ging es an die Ostsee in unsere Urlaubshütte. Wir waren gaaanz artig und wurden von vielen Zweibeinern dafür gelobt. Jeden Tag ging es baden und die Wanderung zum Kap Arkona wurde natürlich auch unternommen. Trainieren konnten wir nur wenig, da alle Wiesen und Felder vollgewachsen waren. Aber trotzdem sind wir nach dem Morgengassi und am Abend völlig fertig auf unseren Plätzchen eingeschlafen.

Im Oktober will Frauchen eigentlich mit uns zur Prüfung. Basko soll noch seine IPO 3 ablegen und ich die IPO 1. Was immer das auch ist, ich darf dort in den Ärmel beißen. Frauchen mault allerdings noch rum, da gerade diese schöne Übung noch nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfällt. Leider findet das Training nun auch noch sehr unregelmäßig statt, so dass wir noch nicht wissen, ob wir teilnehmen werden. Ich hoffe das gaaanz toll!

Bis zum nächsten Mal!
Einen schönen Sommer wünscht Euer Copper!"

Februar 2014

"Da bin ich wieder! Frauchen ließ sich endlich überreden, ein paar Zeilen und Bilder herauszurücken.

Das vorige Jahr war ganz schnell rum. Eigentlich wollten wir ja eine Prüfung ablegen, das fiel aber wegen mangelnden Trainings aus - schaaade! Nun übe ich schon längere Zeit fleißig mit meinem Schutzdienstkumpel (Der läßt sich geduldig von mir beißen und tut nur so, als wäre er davon beeindruckt - ich bin ja nicht blöd! Es ist aber trotzdem das tollste Spiel der Welt!). Dieses Jahr soll ich nun endlich die IPO 1 ablegen. Basko wird so eine Prüfung nun nicht mehr machen dürfen. Frauchen meint, er würde nun doch langsam alt (was immer sie damit meint) und es ist für ihn zu anstrengend. Basko darf sich aber vielleicht dafür an einer Fährtenhundprüfung versuchen. Suchen mache ich zwar auch gern, aber tauschen möchte ich nicht mit ihm. Wirklich fetzig ist Suchen ja nun nicht.

Im November waren wir wieder eine Woche im Hundehotel. Es war toll. Ich habe "Obedience" gelernt (das heißt, damit angefangen) und zwar bei Renate Tribus, die schon ein paar Mal an groooßen Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Obedience ist zwar nicht so cool wie Schutzdienst, Dummytraining, Agility oder Treibball, aber auch da gibt es viele lustige Übungen. So zum Beispiel das Richtungsapportieren: haben wir zwei gleich gebracht! Oder die "Stöckchensuche": Ich glaube, ich soll da das Stöckchen zwischen den anderen finden, das Frauchen angefaßt hat - hab ich aber noch nicht ganz begriffen. Basko hat es gleich beim ersten Mal richtig gemacht. Alle waren begeistert. Aber Frauchen glaubte nicht recht daran und machte einen zweiten Versuch. Basko brachte ein falsches Stöckchen. Da Frauchen enttäuscht war, ging Basko wieder los und sammelte alle Stöckchen ein, die in seine große Schnauze passten. Die Zweibeiner lachten - ob das wohl jetzt so richtig war?
Allerdings muss man alles sehr ordentlich machen - fällt mir echt schwer- und man darf dabei nicht jauchzen und quieken - geht bei mir gar nicht! Somit hat Frauchen jetzt wieder eine große Aufgabe, nämlich mir ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten anzutrainieren. Vielleicht machen wir auch hier irgendwann eine Prüfung.
Diesmal hat Frauchen auch ein Bild von der tollen Trainingshalle und von meinem Schwimmteich (aus der Ferne) geknipst.

Ansonsten haben wir schöne Ausflüge gemacht, waren besonders an kalten Tagen viel "gemütlich" (Schmusen finde ich jetzt nämlich auch immer schöner) und haben alles Mögliche trainiert.

Wenn es was wichtiges Neues gibt, melde ich mich wieder!

Eine schöne Zeit bis dahin wünscht Euer Copper."

April 2014

"Ich darf berichten, denn ich hatte Prüfung!
War das ein doofes Wetter am Prüfungstag (Karfreitag). Lauter Wasserli von oben, Frauchen maulte rum.
Wir fuhren lange mit dem vierrädrigen Ding. Dann war Stille. Irgendwann holte mich Frauchen raus, legte mir mein Geschirr an und machte die lange Leine fest. Offensichtlich sollte ich Tapsen schnüffeln (Anmerkung Frauchen: Fährte suchen). War alles ein bisschen merkwürdig: Frauchen aufgeregt, mehrere Autos und Leute standen herum, Frauchen erzählte einer Frau mit Regenschirm (der Prüferin) etwas. Dann durfte ich endlich schnüffeln. Ich legte los, fraß mich regelrecht an den Tapsen fest. Nach zwei Ecken (Winkeln) kam dann endlich ein Gegenstand, dort muss ich mich nämlich hinlegen! Frauchen ließ mich sitzen und lobte mich. Die Regenschirmfrau und Frauchen sagten "schaaade". Also, ich fand mich großartig! Aber, in meinem Eifer hatte ich einen Gegenstand liegen gelassen. Deshalb bekam ich auch "nur" 88 Punkte.

Basko hat beim Tapsenschnüffeln auch einen Gegenstand verbummelt. Er erhielt aber 89 Punkte, da sein Gegenstand nicht so viel wert war wie meiner.

Dann passierte wieder lange nichts, außer Warten. Als Frauchen mich aus dem Auto holte, war sie sehr ernst. Ich merkte, wir machen jetzt etwas gaaanz Wichtiges. Ich durfte noch einmal kurs pullern, dann ging es los. Frauchen redete wieder mit der Regenschirmfrau. Dann durfte ich Unterordnung machen. Endlich etwas los hier! Ich freute mich riesig auf mein Bällchen und gab mir ganz toll Mühe. Ab und zu musste ich natürlich jauchzen und quieken - kann ja nicht ohne, aber ich weiß, dass Frauchen das nicht mag und riss mich echt zusammen. Als dann aber selbst nach dem Holz bringen kein Bällchen kam, wurde ich langsam nervös. Frauchen blieb aber ganz ernst, lobte mich nur ruhig. Da hab`ich einfach weiter gearbeitet.
Für mein "Voraus" bekam ich sogar Applaus von den Zuschauern - aber immer noch kein Bällchen! Dann musste ich noch lange liegen.
Über die Beurteilung meiner Leistung freute sich Frauchen diesmal sehr. Ich bekam 93 Punkte, das ist wohl "sehr gut". Beanstandet wurden mein Jauchzen und Quieken, ein paar Kleinigkeiten beim Holzbringen und eine nicht ganz perfekte Wendung. Mit dem Rest war die Regenschirmfrau wohl einverstanden.

Jetzt gab es noch eine Überraschung. Ich dachte ja schon, an diesem Tag gibt es gar keine richtigen Belohnungen. Aber nun durfte ich "Onkel Heiko" beißen! Frauchen war immernoch so ernst. Ich getraute mir garnicht, irgendwelche lustigen Aktionen zu zeigen. So machte ich alles ganau so, wie ich es gelernt hatte. Gemein fand ich nur, dass ich nicht einmal zum Schluss dem "Onkel Heiko" den Ärmel wegnehmen durfte - hier sollten die Zweibeiner ihre Regeln wirklich ändern!
Mein Schutzdienst hat der Frau - die jetzt keinen Regenschirm mehr hatte, da die Sonne schien - auch gefallen. Ich erhielt 96 Punkte, ein "vorzüglich". Gemäkelt wurde etwas an meinen Griffen und einmal hatte Frauchen mir etwas zweimal sagen müssen. Sonst war ich: Groooße Klasse!!!

So, das war´s für heute. Im Herbst machen wir vielleicht wieder eine Prüfung!

Euer
Schutzhund 1 Copper!"

Januar 2015

"Diesmal habe ich gar keine richtige Lust zum Berichten. Es ist alles gaaanz traurig. Wir hatten noch einen schönen gemeinsamen Urlaub gehabt. Dazu gibt es auch ein paar Bilder.
Ende Oktober wurde unser Basko krank. Er wollte kein Fresschen mehr, nur noch gelegentlich ein paar Leckerli. Mit mir spielte er nicht mehr. Wenn ich ihn überschwenglich freudig begrüßte, grummelte er leise. Ich habe gemerkt, dass er sich langsam verabschiedet.
Frauchen war auch immerzu traurig. Nachts konnten wir oft nicht schlafen, da Basko nicht zur Ruhe kam. Sicher tat ihm etwas weh.
Frauchen war mit Basko oft bei unserem Tierarzt und in der Tierklinik, aber richtig helfen konnte ihm diesmal keiner mehr.
Irgendwann fuhren wir dann ein letztes Mal zum Tierarzt. Danach hat Basko gaaanz fest geschlafen.

Wir sind dann gleich zu "Opa" gefahren und haben dort das Weihnachtsfest verbracht. Ich durfte zwar jetzt alle Leckerli von "Opa" alleine fressen, aber irgendwie war alles traurig ohne unseren Basko."


Benno (30. September 2014 )


"Es kam aber noch schlimmer. Frauchen hörte gar nicht mehr richtig auf, traurig zu sein. Irgendwie wollte sie nicht begreifen, dass Basko jetzt nicht mehr da ist. Ich habe das schnell verstanden.

Es war an dem Tag mit dem "Knallen und Blitzen", da fuhren wir auf dem Hundesportplatz. Ich freute mich auf ein tolles Training, aber zuerst ließ man so einen nervigen Welpen auf mich los. Ich habe ihn angemessen abblitzen lassen, wollte ja schließlich arbeiten! Trotzdem schienen die Zweibeiner mit irgendetwas zufrieden.
Was ich nicht ahnte war, dass dieser Zwerg kurz darauf bei uns einziehen sollte:

Der Papa von dem Kleinen ist ein Malinois, Mama ein Mix aus Herder und Malinois.
Er ist sooo frech! Ich wußte gar nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte: Darf man Welpen, die Frauchen nach Hause gebracht hat, auch zwicken?
Eigentlich wollte ich es nicht verraten, aber die erste Nacht habe ich, obwohl der Zwerg in einer Box war, die halbe Nacht mit in Frauchens Körbchen verbracht.
Jetzt ist er ein wenig vernünftiger und ich liege wieder in meinem Körbchen. Frauchen läßt noch oft Ihren Warnlaut hören. Der Kleine macht aber auch eine Menge Unfug. Stellt Euch vor, er versucht tatsächlich die Möbel anzuknabbern, springt in Frauchens Körbchen und auf das Sofa, will die Klobürste mausen, von Frauchens Fresschen naschen, pullert in die Wohnung und so weiter. Frauchen meint, dass hätte ich anfangs auch gemacht! Das halte ich aber für ein Gerücht, oder?
Ich mag den Benno bis jetzt nicht besonders. Allerdings, morgens habe ich mich schon einmal etwas gefreut und ihn in seiner Box begrüßt. Vielleicht werden wir doch noch Kumpels.
Frauchen hat jetzt nicht mehr so viel Zeit traurig zu sein, aber wir müssen oft an unseren Basko denken. Es war eine wunderbare Zeit.

Nun sind 10 Tage vergangen und Benno lebt sich ein.
Aaaber! So einen aufmüpfigen Welpen habe ich noch nicht erlebt! Normalerweise reicht, wenn Drohen nicht gleich hilft, ein Stüber aus! Nicht bei Benno! Vor ein paar Tagen gingen wir gemeinsam Gassi. Frauchen war abgelenkt, musste Bennos Kacke aufsammeln, weil er ja noch nicht weiß, wo man optimal sein Häufchen setzt. Da kam eine Frau mit Hund: Benno stürzte hin - Frauchen brüllt - Ohren taub - ankläffen. Selbst als Frauchen dazwischen stand, hörte er nicht auf. Ich habe das alles erst gar nicht mitgekriegt, hatte nach Mäuschen gebuddelt. Spontan wollte ich zu Hilfe eilen, aber Frauchen rief Platz - natürlich habe ich sofort gehört! Dann hat Frauchen Benno zu fassen gekriegt - lautes Geschrei, Benno riß sich los und verschwand unter einer Bank. Das hat ihm aber nichts genützt! Frauchen holte ihn.
Echt, so sauer habe ich sie seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt! Aber Benno ist auch unmöglich! Selbst Autos will er fangen und die Dinger, die durch die Luft brummen. Man muss doch folgen! Frauchen weiß doch, was gefährlich ist! Dabei kennt er bereits einige Kommandos und führt sie meist zu Frauchens Zufriedenheit aus! Zum Beispiel den Warnlaut, das "Hierher", "Komm", "Lauf" und "Fein"(da gibts meist ein Leckerchen).
Am selben Abend hatten wir Besuch von "Tante Peggy". Benno kasperte mit den beiden Zweibeinern im Flur auf dem Teppich. Da habe ich mich dazugelegt und mir ein Spielzeug mitgebracht. Natürlich wollt Benno mein Spielzeug haben, obwohl genügend anderes herumlag. Ich knurrte Ihn leise an. Benno stutze, aber gleich langte er wieder danach. Ich zeigte meine Zähne. Auch das interessierte ihn nicht! Dann stürzte ich mich auf ihn! Oje, gab das ein Geschrei! Ich schaute unsicher zu Frauchen, aber die nickte mir verständnisvoll zu.
Seit diesem verhängnisvollen Tag benimmt sich Benno wesentlich besser. In der Wohnung muss Frauchen kaum noch den Warnlaut austoßen. Eingepullert hat er noch manchmal. Aber auch draußen hört er schon recht gut. Ich lasse es jetzt sogar manchmal zu, dass er neben mir liegt, aber nur, wenn er sich ordentlich benimmt! Einmal hatte ich sogar Lust, ein wenig mit ihm zu spielen.
Wir zeigen unserem Benno jetzt unsere schöne Welt. Wir haben schon die Dresdener Heide, den Hermsdorfer Park und die Kiesgrube besucht. Unsere Spaziergänge gehen jetzt schon bis zum Fluß.
Benno findet alles toll! Er hat immer viel zu schnüffeln und nascht verbotenerweise oft leckere Kacke!
Ich denke, wir werden doch noch ein tolles Rudel!

Mit Frauchen übt er jetzt so einen Kinderkram wie "Sitz", "Touch" (Hand oder anderes anstubsen), Spielen und Auslassen und durch den Tunnel flitzen. Ehrlich, da hatte ich aber echt mehr drauf in seinem Alter!

Bis bald!
Euer Copper (jetzt rechte Hand von Frauchen und stellvertretender Rudelführer!)"





Februar 2015

"Unser Benno macht Frauchen Kummer. Eigentlich hatte sich sein Gehorsam ja deutlich verbessert und Frauchen wagte sich mit uns zu den Rehwiesen. Hätte sie das mal lieber nicht getan! Benno war ein wahrer Musterknabe bis eine große Rehgruppe auf den weiten Feldern erschien.
Benno war hin und weg, im wahrsten Sinne des Wortes. Erst wurde Frauchens Rufen ignoriert, dann ist er hin zu den Rehen und mit denen weg über die Hügelkuppe.
Frauchen war fix und fertig. `Wo ist der Benno, such Benno!`hat sie zu mir gesagt. Ist mir doch egal, vielleicht suche ich den kleinen Kacker noch, bin ja froh, wenn ich Frauchen mal für mich habe!
Irgendwann erschienen Bennos lustige Ohren (die mal stehen, mal schlappern) auf der Hügelkuppe. Unschlüssig hoppelte dann der ganze Kerl dort hin und her. Als Frauchen rief, kam er.
Naja, Frauchen war sauer, aber ich glaube vor allem auf sich selber. Seitdem ist Benno draußen immer an einer langen Leine. Ständig gehen wir durch Rehgebiete, wo Frauchen mit Benno übt. Auch den Gehorsam angesichts von Joggern, Radfahrern, Enten, Katzen anderen Hunden und gehenden Zweibeinern muss Benno lernen!
Ehrlich, da war ich viel artiger!
Sonst ist Frauchen mit Benno offensichtlich zufrieden. Er läuft schon recht ordentlich im "Ran" (das heißt zwischen mir und Frauchen auf der linken Seite), kann das "Warte" (kommt immer kurz bevor die lange Leine zu Ende ist), wartet meist brav bis alle Kommandos mit "Lauf" aufgelöst werden und schaut Frauchen an, wenn sie "Benno" sagt. Das "Sitz" klappt auch schon gut und Benno zieht kaum noch an der Leine.
Zur Zeit üben die Beiden immer noch "Touch": das Klickern scheint Benno nicht so zu begeistern wie mich damals, er kann noch keinen einzigen Trick! Aber "Revier" zum Beispiel (um etwas drum herum rennen) hat er gaaanz schnell begriffen. Naja, hat eben jeder so seine Begabungen.

Ich selbst bin in letzter Zeit richtig glücklich. Frauchen ist nicht mehr ständig traurig und Benno hat sich als dufter Kumpel entpuppt. Jeden Tag kappeln wir uns gaaanz viel. Zu Frauchens Leidwesen beinahe ausschließlich in der Wohnung. Draußen haben wir nämlich dazu keine Zeit, denn ich muss Mäuschen buddeln und Mädchen schnüffeln und Benno muss Rehe gucken und Kacke suchen. Anfangs mußte ich Benno noch manchmal anschnauzen, denn er spielte oft zu grob. Jetzt hält er sich meist an meine Regeln!

Das war das Wichtigste der letzten Tage.
Bis bald!
Euer Copper (Chef über den Hundeteil unseres Rudels)

April 2015

"Da bin ich wieder und möchte Euch unsere letzten wichtigen Erlebnisse mitteilen.
Frauchen hat gesagt, ich soll diesmal nicht erzählen, was Benno wieder alles angestellt hat. Das ist ihr peinlich.
Na gut, dann berichte ich eben über schöne Sachen. Wobei Bennos Streiche auch sehr lustig sind.
Wir haben wieder tolle Ausflüge gemacht. Zum Beispiel besuchten wir einen Bauernhof. Da gab es Pferde - kenn ich, Ziegen - kenn ich auch, einen Heuboden zum Mäuschen suchen und ulkige langohrige Tiere - hatte ich noch nie gesehen! Benno wollte natürlich das Ponny zwicken, die Ziegen jagen, war die ganze Zeit total aufgeregt und hatte kaum Zeit, Frauchens Anweisungen zu befolgen.
Dann besuchten wir "Opa". Es gab wie immer viele Leckerli und auch das weiße nasse Zeug lag dort noch herum. Daraus macht Frauchen nämlich kleine Bällchen, wirft sie weg und wir dürfen denen nachjagen.

Dann hatten wir Besuch: ein Zweibeiner mit einer älteren Hundedame und einem älteren Hundemann. Das waren vieleicht anstrengende Tage! Die Dame roch sooo fein. Sie war zwar schon lange nicht mehr in Hochzeitsstimmung, aber ein bischen, ein gaaanz kleines bischen, duftete sie noch. Ich konnte die erste Nacht kaum schlafen. Dann hatte ich mich aber ein wenig daran gewöhnt.
Der alte Mann war allerdings problematisch. Er meinte, das sei seine Braut und er hätte auch in unserem Revier etwas zu sagen. Zweimal bin ich mit ihm aneinander geraten und habe jedes mal gesiegt!!! Der Alte hat danach zwar noch ärgerlich vor sich her gebrummt, wenn er mich sah, aber keine Ansprüche mehr gestellt.
Trotzdem waren es schöne Tage. Wir haben viel unternommen. Zum Beispiel besuchten wir die Teiche in Moritzburg. Frauchen munterte Benno auf, mal mit den Füßen ins Wasser zu gehen. Ich nahm das zum Anlass, eine kleine Runde zu schwimmen. Was machte Benno?: einen riesen Satz und rein bis ins tiefe Wasser. Schwimmen kann er also, zwar noch ein bischen ungeschickt, aber das wird schon.

Ja, mit unserem Benno verstehe ich mich immernoch prima. Ich finde es schön, dass er da ist. Er folgt jetzt auch schon recht gut auf uns Chefs.
Das Klickern findet er jetzt schon lustiger. Er übt gerade Slalom durch die Beine von Frauchen, den Kreis um Frauchen und die Verbeugung. Benno zeigt, wie auch ich damals, ein Talent für Rückwärtsbewegungen im Sitzen, Liegen und Stehen. Außerdem kullert er recht geschickt den Fußball über die Wiese. Deshalb hat Frauchen auch schon begonnen, ihm das Treibballspielen beizubringen.
Benno beherrscht das Sitz, das Platz und das Hier. Am Steh wird derzeit geübt.
Auf dem Hundesportplatz darf Benno schon mit dem Scheintäter spielen und beißt in ein kleines Kissen.
Der Frühling allerdings macht Benno zu schaffen. Er ist völlig überfordert von den vielen Flattertieren, die durch die Luft summen, flattern und fliegen oder im Gebüsch rascheln. Meist weiß er garnicht, wo er zuerst hingucken soll. Für Frauchens Anweisungen hat er dann wieder einmal überhaupt kein Ohr frei. Aber ein wenig hat er sich nun an das bunte Gewimmel gewöhnt und hört wieder besser - natürlich noch lange nicht so super wie ich!
Besonders rührend findet Frauchen Bennos Vorliebe zum Kuscheln. Er kann stundenlang bei Frauchen liegen und sich bekrabbeln lassen. Mein Ding ist das ja nicht so und hier konnte ich ihr unseren Basko, der auch sehr verschmust war, wirklich nicht ersetzen. Aber diese Aufgabe wird gern von Benno übernommen.
Benno hat jetzt übrigens auch sein Körbchen bekommen (die Box wurde abgebaut). Er pullert nicht mehr in die Wohung und macht auch fast nichts mehr kaputt von Frauchens Sachen!

Das war´s für heute, bis zum nächsten Mal!
Einen schönen Frühling wünscht Euch Euer Copper!"


Juli 2015

"Endlich darf ich mich wieder zu Wort melden. In den letzten Monaten ist gaaanz viel passiert.

Wir haben ein paar Tage auf einem Schießplatz gewohnt. Dort gab es unheimlich viel zu entdecken. Lustige Zweibeiner waren auch da und Frauchen hat mit uns toll trainiert. Besonders das Beißwürstesuchen auf Anweisung (Frauchen: Dummytraining, Einweisen) machte riesigen Spaß, da es ein großes Revier mit vielen Verstecken war.
Frauchen musste tagsüber öfter den Zweibeinern etwas erzählen. Wir waren mit im Raum. Natürlich hat Benno erst einmal nicht verstanden, warum er still auf seinem Plätzchen liegen sollte. Erst lief er immer wieder herum, störte Frauchen beim Reden und die anderen beim Zuhören und nachdem Frauchen ihn angebunden hatte, fing er an zu Schreien. Frauchen musste ihn sehr ernst zurechtweisen.
Dann hatte Benno aber den Ablauf begriffen: Schlafen, bis die ersten Zweibeiner aufstehen und sich ein winziges Stöckchen in die Schnauzen stecken, dann geht es raus und Benno darf kaspern.
Ich habe gezeigt, was ich alles kann und Frauchen durfte mir auch Fieber messen, die Pfote verbinden und eine Maulschlinge anlegen.

Dann waren wir zwei Tage zum Bälletreiben. Eine "Bärbl Runggaldier" hat uns gaaanz viel erklärt und ich durfte natürlich auch mitmachen!

Ein paar Tage war wieder der Zweibeiner mit dem alten Mann und der netten Dame da. Der Alte hat sich diesmal besser betragen, ich musste ihn nicht "zu Boden schicken". Aber gemault hat er viel, es passte ihm überhaupt nicht, dass er in meinem Revier nichts zu sagen hat.
Die nette Dame hat diesmal leider nicht mehr so toll gerochen - ich mag sie trotzdem!

Das Größte kommt aber noch: wir waren im Uuurlaub!


Ich weiß doch, dass Ihr alle gaaanz neugierig seid, was Benno wieder angestellt hat. Frauchen hat gesagt, ich soll mich damit kurz fassen und lieber berichten, dass Benno meist artig war - das finde ich aber langweilig.

Benno hat im Urlaub folgende Vergehen (Frauchen hat mir ein paar schlaue Begriffe beigebracht, die auch verwendet werden, wenn Zweibeiner unartig sind) begangen:

  • An den Strand kacken (Frauchen musste ständig Bennos Häufchen wegräumen): 7x
  • Strandburgen anpullern: 5x
  • Flattertiere (Frauchen: Möwen) jagen in Tateinheit mit nicht sofort zurück kommen als Frauchen rief: 3x
  • Die Hecke in unserem Vorgarten anpullern: 1x
  • Schreien, weil er nicht zu anderen Hunden durfte: 2x
  • Durch die Hecke von unserem Vorgarten schlüpfen: 1x
  • Über unser Vorgartentürchen springen, weil lustige Zweibeiner kamen: 2x
  • Die rote Katze jagen in Tateinheit mit durch die Hecke schlüpfen: 1x
  • Den Strandhasen jagen: 2x
  • Leckere Kacke in den Gebüschen naschen in Versuch und Vollendung: So viel kann ich noch gar nicht zählen!


Bis auf oben genannte "Hundestraftatbestände" hat Benno sich recht anständig benommen. Er regte sich nicht auf, wenn Zweibeiner auf zweirädrigen Dingern an uns vorbei flitzten, lag brav im Platz, wenn sich Frauchen im Dorf "Vitt" ein Fresschen kaufte und schleckerte - obwohl auch noch überall viele Zweibeiner herumliefen. Das "Kap Arkona" haben wir besucht. Dort begegneten uns Pferde mit einem vierrädrigen Ding hinten dran: Benno hat geguckt, war aber artig.
Auch bei den meisten Hundebegegnungen benahm sich Benno vorbildlich!
Benno hat gelernt, mit mir gemeinsam rechts neben Frauchen zu gehen.
Das Wasser mit den Wellen fand Benno toll. Er schwamm wie verrückt, um sein Bällchen retten. Manchmal flitzte er damit lustig am Strand auf und ab, warf es in die Luft, fing es wieder auf und versuchte es ein- und auszubuddeln.
Benno lernte, angesichts eines komischen Flatterdinges (Frauchen: Lenkdrachen) ruhig zu bleiben und vieles andere mehr.

Frauchen war also meist sehr zufrieden mit Benno. Mit mir natürlich auch, ich bin ja immer gaaanz artig!

Nun sind wir schon ein paar Tage wieder zu Hause. Ich habe jetzt erst einmal eine Menge Arbeit, denn mein Revier ist völlig verwahrlost. Überall riecht es nach fremden Rüden und ich muss alle Bäume, Sträucher und Zäune neu markieren!

Bis bald!
Euer Copper."

November 2015

"Hallo, ich mache einen Kurzbericht!
Im Sommer waren wir doch tatsächlich noch einmal am großen Wasserli. Frauchen hat uns einfach alle eingepackt und los ging es in unsere Hütte am Meer.
Frauchen brauchte Erholung (was immer das ist - ich brauche Action!) und wollte mit Benno trainieren, den Feldhasen nicht zu jagen. Schlau wie sie ist, erinnerte sie sich, dass in der Zeit, wenn die Felder gemäht werden, dort immer massenhaft Hasen umherspringen. Allerdings ging das Vorhaben erst einmal richtig daneben. Angesichts des ersten Feldhasen sauste Benno mit zwei Schleppleinen dran lustig hinterher und Frauchen, vor Staunen wie erstarrt, hat es natürlich nicht mehr geschafft, die Leinen aufzunehmen. Danach blieb die Schleppleine aber in der Hand und Benno konnte keinen Rehen, Katzen und Hasen mehr hinterherflitzen.
Übrigens, Möven hat Benno diesmal nicht mehr gejagt und auch sonst war er recht artig.
Seit langem war auch unser Urlaubszweibeiner wieder da. Aber die alte Anka hat er leider nicht mehr mitgebracht. Dafür begleitete ihn Sina, eine junge Deutsche Schäferhündin. Naja, sie war aber eher etwas für Benno. Er fand Sina toll, hat sie geneckt und sich mit ihr gejagt.

Ansonsten war die letzte Zeit recht langweilig. Frauchen versuchte ständig zu Bellen, was ihr aber eher misslang und lag nur auf dem Sofa rum. Manchmal platzte ich beinahe vor Energie und hatte auch richtig Lust auf eine zünftige Rauferei - durfte ich aber nicht.

Jetzt ist es ein wenig besser. Wir haben auch schon wieder kleine Ausflüge mit dem Rad gemacht.
Da es draußen jetzt ungemütlich wird, sind wir zu Hause immer viel gemüüütlich (Beweis: Bild Benno).

Eine gemütliche Zeit wünscht auch Euch
Euer Copper!"

Juli 2016

"Hallo, da bin ich endlich wieder.
Dass ich so lange nicht berichtet habe, lag an Frauchen, nicht an mir! Ich hätte genug zu erzählen gehabt. Aber was soll ich machen, wenn meine Schreibkraft keine Lust hat! Mit meinen Pfoten kann ich nun echt keine Berichte tippen.
Wir haben die letzten Monate viel erlebt:
Weihnachten machten wir wie jedes Jahr den Besuch bei "Opa". Benno war sehr artig, versuchte aber immernoch hartnäckig, den Fernsehsessel samt Opa zu erklettern, um dem "alten grauen Wolf" mal einen ordentlichen "Lefzschleck" zu geben.
Außerdem haben wir viele Spaziergänge und Ausflüge unternommen.
Auch Besuch gab es. So war zum Beispiel der Mann mit der alten Hundeame da. Der alte Hundemann ist nicht mehr in unserer Hundewelt. Dafür kam diesmal eine junge Hundedame mit. Benno war völlig aus der Hütte. Wau, haben die miteinander gekaspert!
Benno trainiert jetzt regelmäßig auf dem Hundeplatz. Er soll im Herbst seine Begleithundprüfung ablegen.
Ich darf jetzt keine Prüfungen mehr machen - bin darauf auch nicht unbedingt versessen. Leider darf ich aber auch kein Agility mehr spielen. Frauchen hat doch gemerkt, dass ich manchmal Probleme mit meinem linken Hinterbein habe. Habe es versucht, geschickt zu überspielen - will doch unbedingt alles mitmachen!
Aber auf dem Hundplatz kann ich immer ein bisschen Schutzdienst und Unterordnung arbeiten. Allerdings ohne anstrengende Übungen wie zum Beispiel Hürdensprung und Wand. Ist mir doch schnurz! Haupsache, ich darf arbeiten. Außerdem mäkelt Frauchen jetzt auch nicht mehr so viel an mir herum, weil es ja nun egal ist, ob ich die Dinge perfekt oder "nur" gut mache. Außerdem kann ich ja gaaanz viele andere Sachen wie Fährten- und Objektsuche und Tricktraining. Hoffentlich darf ich solche coolen Dinge wie Treibball und Dummytraining noch einige Zeit machen - fetzt nämlich viel mehr als Suchen!
Um bei Benno zu bleiben: er ist seit meinem letzten Bericht meinem Frauchen zweimal richtig weggelaufen, als ein Reh unmittelbar vor ihm aufsprang. Mann, war das eine Aufregung! Frauchen war außer sich. Ich habe alles versucht, um sie zu beruhigen. Was soll das auch? Der wird schon wiederkommen! Frauchen erzählt mir dann immer irgend etwas von schlimmen Gefahren, die auf allein herumlungernde Hunde lauern, wie beispielsweise Autos und Jäger. Verstehe ich nicht! Ich bin schon sieben Jahre alt und mir ist dahingehend noch nie etwas passiert. Nun ja, vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass Frauchen immer auf mich aufpasst? Außerdem bin ich ja auch nie weggelaufen!
Wie ich vorausgesehen habe, ist Benno auch wieder gekommen. Jetzt läuft er allerdings ganz viel an einer langen Leine und Frauchen ist noch strenger mit ihm. Er hat sich aber in letzter Zeit auch sehr gebessert. Viele Dinge regen ihn nicht mehr auf und er kann oft sogar einer wegflitzenden Katze widerstehen. Aber leider eben nur oft und nicht immer. Er läuft jetzt auch nicht mehr so weit voraus. Auch wenn die Leine ab ist, bleibt er in der Nähe und schaut sich sogar manchmal nach Frauchen um. Der ist dadurch leider aufgefallen, dass ich gern ziemlich weit voraus gehe. Jetzt hat sie Zeit, an mir rumzumäkeln. Als sie noch ständig auf Benno achten musste, konnte ich weitestgehend tun, was ich wollte. War eigentlich auch ganz lustig! Aber ich folge ja gern. Schimpfen muss Frauchen nur, wenn es zum Wasser geht. Da habe ich einfach keine Zeit, ständig auf sie zu warten - will doch unbedingt gaaanz schnell baden! Naja, und dann sind da noch die Hundedamen. Wenn es sooo toll riecht überall, kann ich doch wirklich nicht auf jedes Kommando achten! Naja, ehrlich gesagt, da sind dann auch noch die anderen Hundemänner. Die mag ich nicht und das muss ich auch zum Ausdruck bringen. Auch an meinem hektischen Arbeitsstil korrigiert Frauchen gern herum. Leider unterlaufen mir nämlich allerhand Fehler, wenn ich zu schnell und ohne Köpfchen arbeite. Dabei will ich doch nur alles ganz toll machen!
Aber ansonsten ist mein Frauchen begeistert von mir, das weiß ich einfach!
Dann waren wir natürlich schon im UUUrlaub! Es war wieder super am großen Wasserli. Benno hat sich auch um gutes Betragen bemüht.
Nach dem Urlaub habe ich mir leider mein Hinterbein vertreten. Jetzt darf ich beinahe gar nichts machen und nur wenig Gassi gehen. Das ist gaaanz traurig. Drückt mir gaaanz toll Eure Pfoten, damit ich bald wieder gesund werde!

Einen schönen Sommer wünscht Euch,
Euer Copper!"

November 2016

"Habt Ihr wirklich alle die Pfoten gedrückt? Irgendwie scheint das nicht zu funktionieren. Mein Bein wurde nämlich immer schlimmer! Ich durfte beinahe nichts mehr arbeiten und auch nur gaaanz kleine Gassi´s gehen. Irgendwann tat mein Hinterbein sooo weh, dass ich mich gar nicht mehr draufstellen wollte.
Frauchen hat uns dann eines Tages in das vierrädrige Ding gepackt und wir sind gaaanz lange gefahren. Dann führte sie mich in eine Menschenhöhle, wo es nach Tierarzt roch. Eigentlich mag ich das ja garnicht. Aber es gab dort auch andere, sehr starke Düfte - nach Hundedamen! Ich habe beinahe überhaupt nicht gemerkt, dass ein fremder Zweibeiner an meinen Pfoten rumgezerrt hat. Erst als er an das kranke Bein kam, wachte ich aus meinen schönen Liebesrausch auf. Wau, tat das weh! Jetzt wurde ich schon ein wenig misstrauisch. Dann kamen auch noch andere Zweibeiner, hoben mich auf einen anderen Tisch, pieksten mich in meine Pfote,.... glücklicherweise war mein Frauchen immer mit dabei - da brauche ich nämlich keine große Angst zu haben, sie passt schon auf mich auf.
Doch plötzlich war sie weg! Der Typ, der an meinem Bein gezerrt hat, führte mich weg... aber kurz darauf habe ich schon fest geschlafen.
Als ich wieder aufwachte, hatte ich ein ganz steifes, dickes weißes Bein.
Ich will nicht die ganzen langen Wochen beschreiben, wo ich beinahe nur liegen durfte. Es war sooo langweilig. Aber fast jeden Tag ging es mir ein klein wenig besser. Frauchen sagt, dass es heute drei Monate her ist, dass mein Bein repariert wurde. Seit einigen Tagen gehen wir schon wieder richtig lange spazieren und ich darf ein bischen arbeiten. Scheinbar fängt jetzt das lustige Hundeleben wieder an.

Benno hat inzwischen seine Begleithundprüfung bestanden. Frauchen meint, er hätte das ganz gut gemacht. Natürlich musste er wieder viel herumgucken. Da waren lauter Menschen, der Richter und der kleine Pinscher, der mit ihm zu Prüfung antrat. Der Kleine wollte nicht liegen bleiben während Benno arbeitete. Das war natürlich interessant und als Benno "Platz" machte, musste er zu ihm hingucken. Dadurch verpasste er Frauchens "Hier". Beim zweiten Rufen kam er dann aber gleich. Ansonsten war alles soweit in Ordnung. Allerdings nimmt Benno seine Arbeit lange nicht so ernst wie ich: Da wird lässig neben Frauchen her geschlendert, die Augen überall, nur nicht bei Frauchen. Die Kommandos werden zwar ausgeführt, aber alles irgendwie so nebenbei, ein wenig schlampig und langsam - eigentlich eines Mali-Herder´s unwürdig.
Naja, da hat Frauchen noch eine Menge Arbeit mit unserem Benno.

So, dass war´s für heute. Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit!
Bis bald!
Euer Copper."

Januar 2017

"Hallo, nur kurz: Bei uns liegt sooo toller Schnee und Frauchen hat Bilder geknipst.
Eines ist allerdings noch von vor der "Nacht mit den Knallen und Blitzen". Aber dort könnt Ihr schön unsere Freundin Luna sehen, die uns manchmal besucht. Wenn Luna da ist, freue ich mich eigentlich. Aber Benno beschäftigt sich dann nur mit ihr. Er will nicht einmal mehr "Schnauzenfechten" mit mir spielen. Deshalb bin ich dann auch froh, wenn sie wieder weg ist.
Machnchmal war Frauchen sogar mit den "langen Pfoten" unterwegs. Das geht nur bei Schnee. Wir kommen dann beinahe so schnell voran wie mit dem "zweirädrigen Ding"!
Ich darf jetzt nämlich wieder groooße Gassi´s laufen, denn mein Bein ist schon richtig gut zu gebrauchen. Ich darf auch wieder Arbeiten: sogar Dummytraining, Schutzdienst und Treibball.
Benno ist meistens recht artig. Auf den Bildern sieht man allerdings, dass er immernoch ständig in der Gegend rumgucken muss.

Das war´s für heute. Einen schönen Winter wünscht Euch
Euer Copper!"

Januar 2018

"So, nun habt Ihr aber lange genug auf einen neuen spannenden Bericht gewartet. Frauchen hatte "technische Probleme", was immer das ist. So etwas kann mir nicht passieren, denn bei mir ist alles Natur. Meine Interessen beziehen sich auf Freßbares, Damen und böse Konkurrenten - letztere haben nämlich in meinem Revier nichts zu suchen! Natürlich mag ich auch gelegentliche Streicheleinheiten, bin mit Arbeitsangeboten zu begeistern, spiele gern Beutezerren und mit Benno Schnauzenfechten und ich mag Spazierengehen und Rumschnüffeln. Aber warum Frauchen manchmal am Schreibtisch sitzt, ein für mich nichtssagendes Gerät anglotzt und manchmal sogar damit schimpft, das kann ich nicht begreifen - und ehrlich, ich will es auch nicht.
Jetzt beherrscht Frauchen die Technik wohl wieder und ich darf endlich zu Wort kommen.

Ich fand unser Jahr 2017 toll.
Schon der Anfang war Klasse. Überall lag das lustige weiße Zeug herum, in dem ich so toll buddeln und toben kann.
Dann hat Frauchen eine neue Sportart für mich entdeckt: "Rally Obedience". Das kann ich nämlich auch mit meinem etwas beschädigten Bein machen. Hier werden gaaanz viele Übungen der "Unterordnung" gefordert. Zum Beispiel muss ich sitzen und Frauchen geht um mich herum, oder wir machen beide eine Drehung auf der Stelle, .... Es gibt da wohl um die hundert Übungen. Eigentlich sind die meisten davon unter meinem Niveau, echt, da habe ich mehr drauf! Aber in den Stufen 2 un 3 müssen wir doch Einiges üben. Das wirkliche Problem bei diesem Sport ist mein Frauchen. Es wird nämlich ein Parcours mit vielen solchen Übungsschildern aufgestellt. Frauchens Aufgabe dabei ist, die Schilder zu lesen und mir zu sagen, was darauf steht, damit ich es ausführen kann. Auch für Frauchen gibt es genaue Anweisungen, wie sie sich im Parcours zu verhalten hat. Schusselig wie sie ist, macht sie dabei natürlich so manchen Fehler. Bereits im April haben wir an einem Turnier als "Beginner" teilgenommen. Ich bin Zweiter geworden! Jetzt fragt Ihr sicherlich: "Warum nicht der Erste?" Natürlich wegen Frauchen! Sie hat bei einigen Übungen ihre Pfoten falsch gestellt und wir haben von 100 Punkten nur 96 bekommen.

Im Frühling waren wir wieder viel Wandern und im Sommer natürlich auch in unserer Hütte am groooßen Wasser.

Im Herbst gab es wieder ein "Rally Obedience" Turnier und diesmal sollte auch Benno daran teilnehmen. Er war vor mir dran und ich muss sagen, er hat sich echt tapfer geschlagen. Überall standen ja Zweibeiner und auch einige Hunde, aber Benno hat sich gut konzentriert und nur manchmal rumgeguckt. Deshalb bekam er in seiner "Beginnerstufe" auch 94 Punkte. Warum nicht 100?, werdet Ihr wieder fragen. Die Antwort liegt auf der Pfote: Frauchen hat dem Benno bei einer Übung völlig falsche Anweisungen gegeben und musste wiederholen.
Bei meinem Parcours hat Frauchen diesmal nichts vermasselt und ich bekam in der "Stufe 1" 100 Punkte und belegte den ersten Platz!

Aber damit nicht genug, im Herbst war auch noch Prüfung. Ich durfte eine Fährte schnüffeln (FPr2) und habe das selbstverständlich wieder großartig gemacht. Ich bekam 98 von 100 Punkten. An den 2 Punktabzügen war diesmal nicht Frauchen schuld, da habe ich ein wenig geschusselt.
Benno sollte seine erste Schutzhundprüfung (IPO 1) ablegen. Frauchen war total augeregt, denn die Fährtensuche beherrschte Benno noch nicht so wirklich. Einmal ist er tatsächlich über einen Winkel gelaufen und brauchte einige Zeit, bis er die Fährte wieder gefunden hatte. Aber immerhin erschnüffelte er 87 Punkte. Damit hatten wir alle gar nicht gerechnet.
Aber in der Abteilung Unterordnung hat unser Benno ganz viel falsch gemacht. Er war total aufgedreht, fiepte und quiekte. Schlimmer noch als ich früher, aber ich habe wenigstens ordentlich gearbeitet und 93 Punkte bekommen! Beim Fußgehen vermasselte er eine Wendung, beim Apportieren kam er nicht gleich zurück (musste erst noch etwas gucken), beim Apport über die Hürde und die A-Wand zeigte er keinen Rücksprung,... Der Leistungsrichter war aber sehr nett und gab ihm trotz allem noch 72 Punkte.
Frauchen hat mir gesagt, dass sie noch nie eine so schlechte Unterordnung vorgestellt hat, war ihr echt peinlich.
Seinen Schutzdienst hat Benno recht gut gemacht, mit 86 Punkten. Ich hatte allerdings damals 96!!!.

Wir hatten also nicht nur ein erlebnisreiches, sondern auch ein erfolgreiches Jahr gehabt. Ich bin schon gespannt auf 2018!

Ich wünsche Euch auch allen ein schönes Jahr und hoffe, dass ich bald wieder etwas berichten kann (nicht erst 2019!).

Euer Copper"




Aktualisiert am 14 Apr 2018 , AktivX wird für die korrekte Anzeige der Webseite benötigt !

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